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Le CORBUSIER

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Le Corbusier 1887 - 1965

Charles Edouard Jeanneret-Gris wurde in La Chaux-de-Fonds, Schweiz, geboren, wo er Möbeldesign studierte.
1908 arbeitete er in Paris in Auguste Perrets Architekturbüro.
1910 und 1911 hielt er sich in Deutschland auf und kam dort mit den Ideen führender Designer in Berührung: Er lernte Wolf Dohrn, den Direktor der Dresdner Werkstätte, Hermann Muthesius und Peter Behrens kennen, in dessen Büro er für kurze Zeit tätig war.
Von 1912 - 1914 lehrte er an der Kunsthochschule von La-Chauxde-fonds Architektur. Zurück in Paris, entwickelte er mit dem Maler Amédée Ozenfant die postkubistische Kunstrichtung des Purismus.
1923 erschien Le Corbusiers Buch -Vers une nouvelle Architecture-, in dem er seine Ideen über modernes Bauen darlegte.
Für die Pariser Exposition Internationale des Arts Décoratifs von 1925 entwarf Le Corbusier den Pavillion L´Esprit Nouveao, und auf dem Pariser Herbstsalon von 1929 stellte er seine Möbelentwürfe aus. Daraufhin übernahm die Firma Thonet die Produktion.
Le Corbusier war Mitglied der Congrés Internationaux d´Architecture Moderne und galt als einer der führenden Architekten seiner Zeit.

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                  Sessel by Le Corbusier LC2, Leder Anilin rot + Anilin weiss 
 
Le Corbusier | Designer Classics 

 



 
Armchair Fauteuil Grand Confort LC 2, 1928 (Jahr) by Le Corbusier 

Frühe Abbildungen des Grand Confort zeigen, dass dieser Sessel ursprünglich lässiger wirkte als die glatte, strenge heutige Version.
Das Gestell war immer lackiert, die fünf eingelegten Kissen (zwei als Sitz, zwei Armlehnen, eins im Rücken), mit Federn gefüllt, waren weicher und sympathisch geknautscht.
Der Schweizer Architekt Arthur Rüegg, der über LC gearbeitet hat, kritisiert das Stahlrohrgestell, das »mit engsten Rohrbogen zusammengefügt« wurde. »Das Einschweißen des Sitzrahmens aus L-Profilen... in den Rahmen aus Stahlrohren wirkt technisch gesehen naiv, es handelt sich denn auch in Wirklichkeit um eine Schwachstelle.« Heute wird außer der originalen Version, bei der die Armlehnkissen die Sitzfläche sehr einengen, auch eine niedrigere, breitere Form gemacht.
 
Relax-Liege LC 4, 1928 (Jahr) by Le Corbusier 

Die Chaiselongue ist unter Le Corbusiers Stahlmöbeln das, mit dem er sich am längsten beschäftigt hat, bevor es eine endgültige Gestalt gefunden hatte. Als Vorbild für die »machine à repos« (Ruhemaschine), die ihm vorschwebte, diente ihm der Morris-Chair aus der Firma des englischen Architekten William Morris (1834-1896). Für den hatte dessen Mitarbeiter Philip Webb einen hölzernen Liegestuhl mit Polsterauflage entworfen:
Die Armlehnen waren so breit, dass man ein Glas draufstellen konnte, und an der rechten war ein verstellbares Tablett für Bücher befestigt.
Eine Liege, die diesem Modell ähnelt (allerdings viel einfacher und ohne Armlehnen), kommt in Zeichnungen
Le Corbusiers schon Anfang der zwanziger Jahre vor.
Über die körperfreundliche Form der Liegefläche, die auch an Thonets berühmtes Schaukelsofa erinnert, war LC sich offenbar bald klar. Kopfzerbrechen machte ihm, wie Skizzenblätter zeigen, das Untergestell, auf dem der Sitz beweglich ruhen sollte.
Die endgültige Form wurde wahrscheinlich in der Werkstatt gefunden. Im Gegensatz zum Surrepos bewegt man die LC-Liege ohne Mechanismus, wie der Meister betonte.
Allerdings müssen seine Fans aufstehen, um die Liege zu verstellen.
 
Drehstuhl LC 7, 1929 (Jahr) by Le Corbusier 

Das LC in der Modellbezeichnung weist darauf hin, dass er als Werk Le Corbusiers gilt. Er wird aber in einigen Publikationen Charlotte Perriand zugeschrieben.
Sicher ist, dass alle Corbusier-Möbel Gemeinschaftsarbeit des Teams LC, Charlotte Perriand und Pierre Jeanneret sind.
Jeanneret, Vetter von LC, war vor allem für die Produktion zuständig. Charlotte Perriand arbeitete die Entwürfe des Meisters aus.
Le Corbusier ging es - so der Zürcher LC-Kenner Arthur Rüegg im Katalog zur großen Ausstellung in Lugano 1980 - bei der Verwendung von Stahlrohr nicht um die Analyse neuer technischer Möglichkeiten oder die Erprobung physikalischer Eigenschaften des Materials.
Vielmehr habe der Architekt das Material mit der Fertigkeit des geborenen Bastlers (bricoleur) verwendet- »in vollem Bewusstsein des Images, das diesem anhaftete«.